Ausgleichssportarten im Portrait
Dieser Blog stellt einige Sportarten vor, die nicht nur als Ausgleich sondern auch zur Schulung von Fähig- und Fertigkeiten für den Segelsport geeignet sind.
Viele Vereine werben mit Slogan "Sport als Ausgleich" zur Schule, Studium oder Beruf. Doch selbst wenn man einen Sport betreibt, ist es hin und wieder sinnvoll, seine Kernsportart mit anderen sportlichen Aktivitäten auszugleichen.
Für den Segelsport kann das konkret zur Verbesserung der Athletik, Gewandtheit und Ausdauer führen. Auch die kognitiven Fähigkeiten können in vielen Spielsportarten geschult werden.
Gerade in den Wintermonaten, für Viele eine segelfreie Zeit, ist eine Ausgleichssportart auch zum Erhalt der Fitness von Vorteil.
Die Klassiker: Laufen, Schwimmen, Rad fahren, Rudern
Für viele Leistungssportler und Kader Athleten sind diese Sportarten schon fester Bestandteil des Trainingsplans. Sie eignen sich mit Hilfe von Pulsmessung optimal zur Trainingssteuerung. Je nach Herzfrequenz wird die spezifische Ausdauer trainiert.
Das Ruderergo ist ist für Segler sehr zu empfehlen, werden beim Rudern doch segelähnliche Winkel in Armen und Beinen eingestellt.
Rad fahren kann man gut für das Intervalltraining heran ziehen. Beim Spinning kann man sich optimal auspowern.
Schwimmen hat neben dem Ausdaueraspekt weitere Vorteile. Es ist gelenkschonend und trainiert gleichzeitig die Rückenmuskulatur.
Sportspiele: Fußball, Volleyball, Badminton, Squash
Sportspiele haben für Segler zwei positive Aspekte. Sie trainieren Schnelligkeit sowie Koordination und schulen gleichzeitig kognitive Fähigkeiten. Strategie, Taktik, schnelle Entscheidungen und Antizipieren sind auf dem Spielfeld genauso gefragt wie auf der Regattabahn.
Fußball wird dabei oft unterschätzt. Es ist nicht einfach nur Kicken. Gerade in der Halle kann man durch kleine Modifikationen neue Anreize schaffen. Als Tor kann ein aufgestelltes Kastenteil dienen. Auf den 7m Punkt gestellt, kann es von beiden Seiten "attackiert" werden. Durch ausschließlich flache Spielweise sind die Akteuere gefordert Räume und Wege zu antizipieren und das Tempo hoch zu halten.
Volleyball wurde schon als Ausgleichssportart entwickelt. Ob 6 gegen 6 in der Halle, 2 gegen 2 am Strand oder einfach zu zweit daddelnd, Volleyball schult in jeder Variante die Beweglichkeit.
Squash und Badminton zeichnen sich durch hohes Spieltempo aus, nicht zu vergessen auch hier die koordinative Komponente.
Hoch hinaus: Klettern
Es sicherlich der Exot unter den Ausgleichssportarten doch Klettern ist gerade für Segler sehr zu empfehlen. Die Rede ist vom Klettern an künstlichen Anlagen, was man auf 2 Arten betreiben kann. Entweder klettert man am Seil mit Sicherungspartner in die Höhe oder aber man "bouldert".
Beim Bouldern klettert man ohne Seil, eher horizontal bis in eine Höhe von 3m. Ein Fall wird durch Weichbodenmatten abgefangen.
Der Unterschied zwischen beiden Versionen liegt im Detail. Beim Vorstieg- oder Toprobe-Klettern am Seil mit Partner klettert man verschiedene Routen, die je nach Schwierigkeit mit farbigen Griffen gekennzeichnet sind.
Wichtig ist Lesen der Route und das Erlernen von Techniken, die einen kraftsparend ans Ziel bringen.
Beim Bouldern ist die Technik noch viel wichtiger. Die Routen sind schwieriger und verlangen viel Kraft und Koordination vom Kletterer ab.
Klettern ist optimal zur Verbesserung der Koordination und Kraftausdauer. Doch gerade durch die Herausforderung, dass mangelnde Konzentration, ein falscher Griff oder Tritt zum Absturz führt, hat Klettern auch eine nicht zu verachtende mentale Komponente.
Dazu kommt der Team-Building Aspekt durch den Partner. Er sichert nicht nur sondern gibt auch Tipps zum Erreichen eines geeigneten Griffs oder Tritt.
Falls mal kein Partner greifbar ist, widmet man sich dem Bouldern zur Verbesserung der Klettertechnik.
Kletterhallen gibt es im ganzen Bundesgebiet. Eine Liste mit Hallen in der Nähe gibt es hier: http://www.dav-kletteranlagensuche.de/


